Tischtennis spielen im Leipziger Süden

Hey, erzähl mal… mit Burkhard Bernigeroth

In den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten ging alles immer schneller. Der Fortschritt ging weiter und weiter und wir schauten dabei immer in die Zukunft. Das ist auch gut so, aber die letzten Wochen haben uns gezeigt, dass wir nicht unverwundbar sind und dass jetzt der Moment gekommen ist, um mal auf die Bremse zu treten. Wir haben das auch gemacht und anstatt den Blick nach vorn, eher einen Blick in die Vergangenheit geworfen. Dabei ist eine neue Reihe entstanden: „Hey, erzähl mal!“

Mitglieder, die schon sehr lange Zeit ein Teil unseres Vereins sind, erzählen uns, wie sie zum Tischtennis gekommen sind, was sie an unserem Sport begeisterte und was sich im Laufe der Zeit am meisten verändert hat oder eben auch, was gleich geblieben und warum gerade das auch gut so ist.

Heute sprechen wir mit Burkhard Bernigeroth, Ehrenmitglied, Gründungsmitglied und ehemaliger Sektionsleiter.

Hey, erzähl mal …

1. Stell dich doch kurz vor! 

Mein Name ist Burkhard Bernigeroth und ich bin 1946 geboren. 1963 habe ich die 10. Klasse abgeschlossen. 1965 habe ich als Facharbeiter-Gasmonteur gearbeitet. Später habe ich als Meister, Lehrmeister und Ingenieuer – Pädagoge gearbeitet. Bis zum Renteneintritt war ich immer in der Berufsausbildung tätig. Privat lief es auch sehr gut. Ich bin seit 46 Jahren verheiratet und habe 2 Kinder und 4 Enkel. 

2. Wie bist du zum Tischtennis gekommen?

Ich habe 1964 mit regelmäßigem Training bei Traktor Leipzig in Thekla begonnen. Zuerst habe ich dort in der Jugend gespielt. Später dann in der Herrenmannschaft. Schon dort war ich Mannschaftsleiter. Ab 1975 habe ich erst mal keine Punktspiele mehr gespielt. Die Gründe waren aber positiv. Ich habe eine Familie gegründet und qualifizierte mich persönlich weiter. Dann habe ich einen TT-Zirkel mit Auszubildenden bei der Berufsausbildung der damaligen Energieversorgung Leipzig, gegründet. 1980 habe ich gemeinsam mit Volker Heyne, Ralf Conrad und Wolfgang Graupner die Sektion Tischtennis bei Turbine Leipzig e.V. gegründet. Ich war von diesem Zeitpunkt bis zum Jahr 2013 Sektionsleiter. Bis heute bestreiote ich noch Punktspiele und bin als Mannschaftsleiter der 2. Mannschaft aktiv. 

3. Was macht dir am meisten Spaß beim Tischtennis? 

Die regelmäßige Bewegung mit zum Teil sehr schnellen Bewegungsabläufen. Außerdem der Zusammenhalt und die Verlässlichkeit, sowie viele gemeinsame Veranstaltungen, z.T. auch mit Angehörigen. 

4. Was ist der größte Unterschied vom Tischtennis
heute zum Tischtennis als du begonnen hast? 

Zum Einen die Qualität der Sportstätten und Sportgeräte, wie z.B. die Tischtennisplatten, Tischtennisschläger oder Bälle ist eine völlig andere. Außerdem die Veränderung der Größe der Tischtennisbälle. Die sind jetzt im Durchmesser 40mm groß. Des Weiteren war eine große Veränderung die Anzahl der Platten beim Training. Dadurch hat man mehr Gelegenheiten zu trainieren. Am Anfang meiner aktiven Zeit konnte man manchmal nur 1-2 Spiele in 2 Stunden machen, weil es einfach zu wenig Platten gab. Im Punktspielbetrieb gab es auch große Veränderungen. Früher ging ein Spielsatz bis 21 Punkte. Seit 2002/2003 geht ein Satz bis 11 Punkte. Dafür gibt es 3 Gewinnsätze. 

5. Was ist das Besondere an unserem Verein?

Unser Sportverein ist geprägt von Kontinuität und regelmäßigen Kontakt zu den einzelnen Sektionen. Bezogen auf unsere Sektion TT finde ich es sehr schön, dass die meistern Sportfreunde der Sektion treu geblieben sind. Bei gemeinsamen Veranstaltungen wurde die Sektionsleitung unterstützt. Somit hat jeder zum Erfolg beigetragen. Besonders hervorheben möchte ich die Geschwister Alice und Dominik, die mit viel Eigeninitiative und Kreativität die Sektion leiten. Außerdem hat sich die Arbeit mit den Kindern toll entwickelt. 

6. Was wünschst du dir für unsere Sektion? 
Ich würde mich freuen, wenn sich das Vereins – und Sektionsleben wie bereits beschrieben so positiv weiterentwickelt. 

7. Was würdest du uns noch erzählen? 

In besonderer Erinnerung habe ich die vielen Gemeinsamkeiten mit den genannten Gründungsmitgliedern. Einen großen Anteil am erfolgreichen Sektionsleben hatten vor allem Volker und Ralf. Volker hatte viele Jahre als Schatzmeister die finaziellen Probleme im Griff. Außerdem brachte er seinen Sohn Steffen Anfang der 90er Jahre in die Sektion. Dieser wurde ein sehr erfolgreicher Spieler. Der wiederum brachte seine Kinder Alice und Dominik Mitte der 2000er Jahre in die Sektion und wer aufgepasst hat, weiß was sie in unserer Sektion nun machen. Ralf hat über die gesamte Zeit mit viel Eigeninitiative Fotos udn Videos hergestellt. Dadurch ist unser Vereinsleben sehr eindrucksvoll dokumentiert. Vielen Dank dafür! 




Nachgefragt:

Entweder ... oder ... ?